Fotowissen

Die richtige DSLR Kamera für Einsteiger

Wahl der richtigen Einsteiger Kamera

Immer wieder wird in den Fotoforen und auch im persönlichen Gespräch gefragt, welche DSLR die richtige Kamera für Einsteiger oder Anfänger sei. Diese Frage ist generell nicht mit Modell A oder Hersteller B zu beantworten. Die aktuellen DSLR Kamera Hersteller sind alle auf einem recht hohen Niveau und mehr oder weniger gleichwertig. Für den Einsteiger ist es daher sinnvoll, einmal in den Fachhandel zu gehen, und sich die entsprechenden Modelle anzuschauen, in die Hand zu nehmen und damit im Laden ein wenig zu testen. Wichtiger als die Marke oder das Modell sind meiner Meinung nach hier das persönliche Handling.

Es ist also darauf zu achten, wie das Handling der entsprechenden Kamera ist, wie man persönlich mit der Software und der Menüführung klar kommt und ob die Einstellräder und Knöpfe für die eigene Hand gut und einfach zu erreichen sind.

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Fokuspunkt

Die meisten modernen Kameras arbeiten mit mehreren Sensoren zur Fokusierung. Die Stelle, auf welcher die Aufnahme scharfgestellt wird nennt man Fokuspunkt. In diesem Punkt liegt damit die errechnete Hauptschärfe der Aufnahme. Wichtig für die Aufnahme ist, dass es sich dabei eigentlich um eine Fokusebene handelt. Dies bedeutet, alles was auf der gleichen dreidimensionalen Ebene wie der Fokuspunkt liegt wird auf dem zweidimensionalen Foto die gleiche Schärfe haben.

Bei den meisten Kameras kann man den Fokuspunkt einstellen. Dabei kann man teilweise einen einzelnen Punkt angeben, Bereiche und Gruppen oder die genaue Wahl des Fokuspunktes der Kamera überlassen.

Objektivtypen

 

Man unterscheidet bei Systemen mit Wechselobjektiven generell zwei Objektivarten:

Festbrennweitenobjektive

Unter einem Festbrennweitenobjektiv – oder kurz Festbrennweite genannt – versteht man ein Objektiv, welches eine feste, nicht veränderbare Brennweite aufweist. Diese wird in Millimeter angegeben, beispielsweise „50mm“

Zoomobjektive

Im Gegensatz zu Festbrennweitenobjektiven besitzen Zoomobjektive einen flexiblen Brennweitenbereich. Dieser wird ebenfalls als Bereich in Millimetern, beispielsweise „70-300mm“ angegeben. Zoomobjektive sind in allen optischen Bereichen zu bekommen, also sowohl im Weitwinkel- als auch im Telebereich. Aufgrund der physikalischen Grundlagen der Optik werden bei solchen Zoomobjektiven mehrere Linsen, oder Linsengruppen verwendet, um den Brennweitenbereich realisieren zu können. Dies führt dazu, daß Zoomobjektive meist schlechtere Lichtdurchlässigkeit (s. Lichtstärke) haben als Festbrennweiten.

Lichtstärke

Die Lichtstärke ist eine technische Angabe des Objektives. Sie bezeichnet die größte mit diesem Objektiv benutzbare Blende. Lichtstarke Objektive haben einen maximalen Blendenbereich von 2,8 oder besser. Dies bedeutet, dass die Blende sehr weit geöffnet werden kann, was unter schlechten Lichtbedingungen schnellere Verschlusszeiten erlaubt.

Die Lichtstärke wird mit dem Buchstaben „f“ abgekürzt.

Bei Zoomobjektiven wird meist ein Lichtstärkenbereich angegeben. Dies beschreibt dann die maximal nutzbare Blende bei kleinster einstellbarer Brennweite und die bei größter verfügbarer Blende. Wird ein Objektiv beispielsweise angegeben mit den Daten „70 – 300mm, f4,0-6,3“ Bedeutet dies, dass das Objektiv bei einer Brennweiteneinstellung von 70mm maximal mit Blende 4 genutzt werden kann, bei 300mm eingestellter Brennweite jedoch nur bis maximal Blende 6,3.

Brennweite

Physikalisch betrachtet ist die Brennweite der Abstand zwischen der Hauptebene einer optischen Linse und dem Fokus – auch Brennpunkt genannt. Sie wird in Millimeter (mm) angegeben. In der Fotografie wird mit der Brennweite auch der Aufnahmewinkel des Bildes bezeichnet. Je größer die Brennweite eines Objektives ist, desto enger wird der Bildwinkel und damit der Bildausschnitt. Bei Objektiven ist die Brennweite einer der technischen Angaben. Man unterscheidet dabei drei unterschiedliche Brennweitenbereiche:

 

Weitwinkel

Als Weitwinkelbereich werden alle Aufnahmen bzw. Objektive mit einer Brennweite von unter 50mm bezeichnet.

Normalbrennweite

Als Normalbrennweite versteht man in der Kleinbildfotografie eine Brennweite von 50mm, da dieser Blickwinkel in etwa dem Blickwinkel des menschlichen Auges entspricht.

Telebereich

Unter dem Telebereich versteht man alle Brennweiten von über 50mm.

Objektiv

Das Objektiv ist die optische Einrichtung der Kamera. Je nach Kamerasystem, -typ und Hersteller werden fest verbaute Objektive verwendet, oder sogenannte Wechselobjektive. Diese sind über eine Bajonett-Konstruktion mit der Kamera verbunden, und können ausgetauscht werden, so daß man an einer Kamera mit verschiedenen Objektiven arbeiten kann.

Die meisten Spiegelreflexkameras verwenden entsprechende Wechselobjektivsysteme. Dabei ist zu beachten, dass sowohl Anschluß als auch Konstruktion hersteller- und teilweise baureihenspezifisch ist. So muß man beim Kauf von Objektiven darauf achten, dass dieses auch zur verwendeten Kamera passt.

Tiefenschärfe

Unter der Tiefenschärfe versteht man den Schärfebereich eines Bildes in der Tiefe des dreidimensionalen Raumes. Dieser kann ja nch Einstellungen stark differieren. Dabei gilt, je größer (offener) die Blende ist, desto kleiner wird der Schärfebereich. Fotografisch kann man diesen Umstand gezielt einsetzen, um beispielsweise Vorgründe oder Hintergründe auf dem fertigen Foto gezielt unscharf werden zu lassen.

ISO Einstellung / ISO Wert

Die ISO – Einstellung, auch ISO Wert, ISO Zahl, oder kurz ISO genannt, bezeichnet ursprünlich die Lichtempfindlichkeit des benutzen Filmmateriales. In der heutigen digitalen Technologie wird darunter die Lichtempfindlichkeitseinstellung des Chips verstanden. Dabei gilt, je höher die ISO, desto Lichtempfindlicher der Film oder Chip. Dabei ist jedoch auch zu beachten, dass der Film mit zunehmender Lichtempfindlichkeit grobkörniger wurde, die Fotos also ein größeres Rauschen aufzeigen. Gleiches gilt auch für die ISO Einstellung der digitalen Kameras. Je höher der ISO Wert, desto größer wird das digitale Rauschen des Bildes.

Verschlusszeit

Als Verschlusszeit bezeichnet man den Zeitraum, über welchen Licht nach betätgen des Auslösers auf den Chip auftrifft. Die Verschlusszeit wird normaler weise in Sekunden, bzw. Teile von Sekunden angegeben ( z.B. 1/60 Sekunde)

Blende

Als Blende bezeichnet man die Größe der Öffnung, welche Licht bei offenem Verschlussvorhang auf den Chip bzw. Film durchlässt. Dabei gilt, je kleiner die Blendenzahl (z.B. 2,8) desto größer ist die lichtdurchlassende Öffnung – je größer ist die Lichtmenge, welche pro Zeiteinheit auf den Chip auftrifft.