Das unbearbeitete digitale Foto – oder Mythos Out-of-Cam (OOC)

OOC – das ist das Schlagwort schlecht hin. Zumindest in diversen Fotoforen und Diskussionen, wenn es um Bildbearbeitung digitaler Aufnahmen geht. Dazu muss man natürlich erst einmal wissen, was in einer Kamera überhaupt passiert. Denn gemeint ist meist ein Foto, das nicht wissentlich menschlich per Software beeinflusst wurde. Dieser Vorstellung nahe kommen tatsächlich nur die originalen RAW – Dateien aus einer Kamera. Dies kann man aber kaum zeigen oder in Foren, SocialMedia, etc hochladen. Zum einen sind diese digitalen Negative sehr groß und die Formate oft nicht direkt anzeigbar. Also findet eigentlich immer eine Wandlung in JPG statt. Dabei ist natürlich zu beachten, dass hier wieder eine Software ins Spiel kommt, welches aus dem digitalen Negativ ein entsprechend entwickeltes Bild macht. Wenn man nun die JPG Konvertierung einfach so nimmt, wie die Software sie macht, halten die meisten Menschen dies für Aus der Kamera, sprich unbearbeitet.

Dies ist leider ein Trugschluss. Denn jede Software wandelt das Bild anders. Zum Vergleich habe ich ein RAW – Foto einer Canon EOS 5D nun mal in verschiedenen OOC – Versionen gespeichert. Sprich mit unterschiedlichen Programmen vom RAW ins JPG Format gewandelt, ohne die Voreinstellungen der Software zu Verändern. Dabei kommen dann sehr wohl unterschiedliche OOC – Fotos zu Tage. Das zeigt, wie variabel OOC sein kann, und dass die Bilder generell bearbeitet werden – eben ohne eigenes Zutun. Für mich persönlich der beste Grund, meine Bilder durch die digitale Dunkelkammer zu schieben und zu so entwickeln, wie ich sie möchte.

Hier die Fotos:

JPG direkt von der EOS 5DMKII gewandelt:

Konvertiert mit Adobe Camera RAW:

Konvertiert mit Affinity:

Kovertiert mit Irvanview:

Konvertiert mit Windows 10 Foto: