Die richtige DSLR Kamera für Einsteiger

Wahl der richtigen Einsteiger Kamera

Immer wieder wird in den Fotoforen und auch im persönlichen Gespräch gefragt, welche DSLR die richtige Kamera für Einsteiger oder Anfänger sei. Diese Frage ist generell nicht mit Modell A oder Hersteller B zu beantworten. Die aktuellen DSLR Kamera Hersteller sind alle auf einem recht hohen Niveau und mehr oder weniger gleichwertig. Für den Einsteiger ist es daher sinnvoll, einmal in den Fachhandel zu gehen, und sich die entsprechenden Modelle anzuschauen, in die Hand zu nehmen und damit im Laden ein wenig zu testen. Wichtiger als die Marke oder das Modell sind meiner Meinung nach hier das persönliche Handling.

Es ist also darauf zu achten, wie das Handling der entsprechenden Kamera ist, wie man persönlich mit der Software und der Menüführung klar kommt und ob die Einstellräder und Knöpfe für die eigene Hand gut und einfach zu erreichen sind.

Welches Objektiv zum Start ?

Nach der Kamerawahl ist meist die zweite Frage – welches Objektiv soll’s sein. Diese Frage ist deutlich schwieriger zu betrachten. Klar ist aber auch, dass es für den Anfang nicht das X-Tausend Euro teure Profiobjektiv sein muss. Nicht nur weil es teuer ist, sondern vorallem, weil man damit normalerweise auch noch gar nicht umgehen kann. Viele Kamerahersteller bieten sogenannte Starter-Kits an. Sprich die Kombination aus Kamera plus einem oder auch mal zwei Objektiven. Generelles erstes Unterscheidungsmerkmal bei Objektiven ist die Brennweite. Kurzgesagt gibt die Brennweite den Aufnahmewinkel an, also wie nahe ich ein entferntes Motiv heranholen kann. Dabei gilt, je Größer die Brennweitenzahl, desto mehr Tele-Wirkung, sprich desto näher kommt mein Motiv. Zu bachten ist dabei jedoch, dass man große Brennweiten kaum noch verwacklungsfrei ohne Stativ nutzen kann. Weitere Infos zu diesen Thema hier: Brennweite, Objektivtypen, Lichtstärke .

Das heißt auch, dass mein ideales Objektiv maßgeblich von meinem Fotoverhalten bzw. meiner Motivwahl abhängig ist. Für Landschaftsfotografie bieten sich eher Weitwinkelobjektive an, für Portraits Brennweitenbereiche von 50 bis 150mm und für Tierfotografie geht es dann in den weiteren Telebereich. Für den Anfang bieten sich hier sogenannte Reisezoom’s an. Das sind leichte Zoomobjektive mit einem großen Brennweitenspektrum. Hier bieten Sich beispielsweise Objektive mit Brennweiten von ca. 30mm – 200 oder 300mm an, welche im Fachhandel bereits für vergleichbar kleines Geld zu bekommen sind. Der Vorteil eines solchen Objektives ist, dass man sich am Anfang mit dem Thema gut herantasten kann und so merkt, in welchem Bereich sich weitere, qualitativ höherwertige Objektive rechnen.

Es rentiert sich im Fachhandel auch einmal nach gebrauchten Objektiven zu fragen. Viele Händler nehmen gebrauchte Objektive in Zahlung oder verkaufen diese im Kundenauftrag. Meistens sind diese Objektive vom Händler geprüft, so dass man auch sicher sein kann, dass diese funktionieren und in Ordnung sind.

Das Handling

Eine DSLR bietet generell mehr technische und gestalterische Möglichkeiten als kleine Kompakt- oder Handykameras. Viele Einsteiger sind am Anfang damit überfordert und wählen deshalb den Automatikmodus, welcher versucht alles bestmöglich einzustellen – wie bei der Kompakten auch … Das hat mit Fotografie jedoch nur wenig zu tun. Jeder ambitionierte Hobbyfotograf sollte sich mit dem Thema Fotografie theoretisch beschäftigen und dieses Wissen dann mit in die Praxis nehmen. Deshalb bieten sich auch Kurse oder Workshops für Neueinsteiger an, welche an das Thema Fotografie grundlegend heranführen.

Wir bieten solche Seminare ebenfalls an. Infos dazu gibt’s hier:  Workshop – Einstieg in die digitale Spiegelreflexfotografie