Fototechnik

Fotografie im Hardwarewahn oder der Fluch der Fototechnik

Die Fototechnik ist heute fast so schnelllebig wie die Computertechnik. Ein neues Modell jagt das nächste und ständig gibt es irgendwas tolles Neues. Es füllen sich Magazinseite und Magazinseite mit Tests der neusten Hardware. Die Werbung suggeriert uns, dass Fotografieren noch nie so einfach war wie mit der Kamera der neusten Generation. Alles macht sich von alleine und es kommen super Bilder raus, ohne etwas dafür zu machen. Zumindest wenn man der Werbung glauben darf.

Dünen bei Schillig

Das ist natürlich die reine Werbung. Mich persönlich nervt jedoch, dass aktuell 80 Prozent der Artikel bei Fotozeitschriften aus irgendwelchen Hardwaretests bestehen. Der Rest ist dann meist über die noch so tollste Bildbearbeitung und Tipps und Tricks mit Photoshop oder Lightroom. Weiterlesen

Objektivtypen

 

Man unterscheidet bei Systemen mit Wechselobjektiven generell zwei Objektivarten:

Festbrennweitenobjektive

Unter einem Festbrennweitenobjektiv – oder kurz Festbrennweite genannt – versteht man ein Objektiv, welches eine feste, nicht veränderbare Brennweite aufweist. Diese wird in Millimeter angegeben, beispielsweise „50mm“

Zoomobjektive

Im Gegensatz zu Festbrennweitenobjektiven besitzen Zoomobjektive einen flexiblen Brennweitenbereich. Dieser wird ebenfalls als Bereich in Millimetern, beispielsweise „70-300mm“ angegeben. Zoomobjektive sind in allen optischen Bereichen zu bekommen, also sowohl im Weitwinkel- als auch im Telebereich. Aufgrund der physikalischen Grundlagen der Optik werden bei solchen Zoomobjektiven mehrere Linsen, oder Linsengruppen verwendet, um den Brennweitenbereich realisieren zu können. Dies führt dazu, daß Zoomobjektive meist schlechtere Lichtdurchlässigkeit (s. Lichtstärke) haben als Festbrennweiten.

Lichtstärke

Die Lichtstärke ist eine technische Angabe des Objektives. Sie bezeichnet die größte mit diesem Objektiv benutzbare Blende. Lichtstarke Objektive haben einen maximalen Blendenbereich von 2,8 oder besser. Dies bedeutet, dass die Blende sehr weit geöffnet werden kann, was unter schlechten Lichtbedingungen schnellere Verschlusszeiten erlaubt.

Die Lichtstärke wird mit dem Buchstaben „f“ abgekürzt.

Bei Zoomobjektiven wird meist ein Lichtstärkenbereich angegeben. Dies beschreibt dann die maximal nutzbare Blende bei kleinster einstellbarer Brennweite und die bei größter verfügbarer Blende. Wird ein Objektiv beispielsweise angegeben mit den Daten „70 – 300mm, f4,0-6,3“ Bedeutet dies, dass das Objektiv bei einer Brennweiteneinstellung von 70mm maximal mit Blende 4 genutzt werden kann, bei 300mm eingestellter Brennweite jedoch nur bis maximal Blende 6,3.

Objektiv

Das Objektiv ist die optische Einrichtung der Kamera. Je nach Kamerasystem, -typ und Hersteller werden fest verbaute Objektive verwendet, oder sogenannte Wechselobjektive. Diese sind über eine Bajonett-Konstruktion mit der Kamera verbunden, und können ausgetauscht werden, so daß man an einer Kamera mit verschiedenen Objektiven arbeiten kann.

Die meisten Spiegelreflexkameras verwenden entsprechende Wechselobjektivsysteme. Dabei ist zu beachten, dass sowohl Anschluß als auch Konstruktion hersteller- und teilweise baureihenspezifisch ist. So muß man beim Kauf von Objektiven darauf achten, dass dieses auch zur verwendeten Kamera passt.

Tiefenschärfe

Unter der Tiefenschärfe versteht man den Schärfebereich eines Bildes in der Tiefe des dreidimensionalen Raumes. Dieser kann ja nch Einstellungen stark differieren. Dabei gilt, je größer (offener) die Blende ist, desto kleiner wird der Schärfebereich. Fotografisch kann man diesen Umstand gezielt einsetzen, um beispielsweise Vorgründe oder Hintergründe auf dem fertigen Foto gezielt unscharf werden zu lassen.

ISO Einstellung / ISO Wert

Die ISO – Einstellung, auch ISO Wert, ISO Zahl, oder kurz ISO genannt, bezeichnet ursprünlich die Lichtempfindlichkeit des benutzen Filmmateriales. In der heutigen digitalen Technologie wird darunter die Lichtempfindlichkeitseinstellung des Chips verstanden. Dabei gilt, je höher die ISO, desto Lichtempfindlicher der Film oder Chip. Dabei ist jedoch auch zu beachten, dass der Film mit zunehmender Lichtempfindlichkeit grobkörniger wurde, die Fotos also ein größeres Rauschen aufzeigen. Gleiches gilt auch für die ISO Einstellung der digitalen Kameras. Je höher der ISO Wert, desto größer wird das digitale Rauschen des Bildes.